Naturgefahrenportal des Bundes

Die Ausgangslage
Das Problem
Das Portal stammte aus dem Jahr 2013. Die interaktive Warnkarte lag auf älterer Technologie und älterem UX: Warnmeldungen als Hover-Tooltip statt in einer Infobox. Editoren mussten Naturgefahrenbulletins mit CMS-Bordmitteln aufwändig zusammenstellen. Und naturgefahren.ch lief als eigenes System neben meteoschweiz.admin.ch.
Die Lösung
Quatico hat beides neu gebaut, auf der gemeinsamen Plattform mit MeteoSchweiz. Die Warnkarte ist neu konzipiert und beantwortet drei Fragen: Bin ich betroffen? Was ist die Gefahr? Was muss ich tun? Und für das Naturgefahrenbulletin gibt es das NGB-Tool, ganz aus der Fachdomäne der Editoren heraus gebaut.
Die Implementierung
Zwei Bundesportale teilen sich seit dem Go-Live eine Plattform, Komponenten und den Betrieb:
Bin ich betroffen?
Suche nach Ortschaft oder PLZ, oder ein Pin auf die Karte, und die Karte zoomt automatisch auf den passenden Ausschnitt. «Meine Orte» merkt sich wiederkehrende Standorte.
Was ist die Gefahr, was muss ich tun?
Die Warnmeldung steht in einer Infobox statt im Hover-Tooltip, mit Gefahrenstufe und einem Zeitstrahl für die Gültigkeitsdauer. Erläuterung der Gefahrenstufen und Verhaltensempfehlung sind je Gefahrenart verlinkt.
Zwölf Gefahrenarten, aufgeräumte Karte
Von Unwetter und Hochwasser über Lawinen und Waldbrand bis Erdbeben und Trockenheit. Farblegende und Infobox lassen sich einklappen, damit die Karte frei bleibt. In allen Viewports wesentlich besser bedienbar als vorher.
NGB-Tool für das Naturgefahrenbulletin
In Behavior Driven Development komplett in der Fachdomäne umgesetzt, damit Editoren unter Zeitdruck einfach, sicher und reibungslos publizieren können. Freigabe je Sprache, Vorlagen für den Aufbau, Import der BAFU-Stationsdaten, Ausgabe als Web, PDF und Word sowie an die Umsysteme der Bundesämter.
Ein CMS, zwei Mandanten
naturgefahren.ch und meteoschweiz.admin.ch laufen als zwei Mandanten im selben CMS, mit einer Anbindung an das IAM des Bundes. Warnungen und Bulletins erscheinen auch auf meteoschweiz.admin.ch.
Design System nach den Webrichtlinien des Bundes
In der Basis geteilt, in der Fachlichkeit getrennt: Header, Footer und Suche sehen auf beiden Portalen gleich aus, die Startseiten unterscheiden sich.
Messbare Erfolge
Seit dem Go-Live am 19. November 2025 im Einsatz — auch in der Hitzewelle 2026:
Warnungen in der Regel unter zwei Minuten online
Eingelieferte Warnungen sind in der Regel in unter zwei Minuten auf dem Portal sichtbar. Seit dem Go-Live lief es ohne Unterbruch, auch in der Hitzewelle 2026.
Barrierefreiheit belegt statt behauptet
Das ganze Portal ist nach WCAG 2.1 AA zertifiziert — nach unserem Wissen die erste vollständig zertifizierte Website des Bundes. Mit Screenreader, Tastatur und Vergrösserung bedienbar.
Vier Fachstellen auf einem Portal
MeteoSchweiz für Unwetter, BAFU für Hochwasser-, Waldbrand- und Trockenheitswarnungen, SLF für Lawinen- und SED für Erdbebenmeldungen: alle publizieren über dieselbe Plattform, ohne ihre fachliche Hoheit abzugeben.
Am selben Bulletin, ohne Kollisionen
Die eine Fachstelle schreibt am Abschnitt Hochwasser, die andere an der französischen Fassung eines Naturgefahrenbulletins. Eine Sperre verhindert die gleichzeitige Bearbeitung desselben Abschnitts, und jede Fachstelle sieht die Änderungen der anderen. Im Folgebulletin ist markiert, was sich gegenüber dem Vorbulletin unterscheidet.
Moderne Technologien
Mehr Erfolgsgeschichten

MeteoSchweiz
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie
Komplexe Daten einfach visualisiert. Wetter- und Klimainformationen in vier Sprachen, auf derselben Plattform wie das Naturgefahrenportal.
Ansehen
ewz
Elektrizitätswerk der Stadt Zürich
Self-Service-Portal für Kundschaft und Mitarbeitende. ewz digitalisiert Geschäftsprozesse und lässt Anliegen selbständig online erledigen.
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WVZ
Wasserversorgung der Stadt Zürich
Kundenportal «Mein Züriwasser» für Self-Service. Die WVZ entlastet den Kundendienst und bietet Kund:innen 24/7-Zugang zu Rechnungen und Verbrauchsdaten.
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Rede mit uns
Michael — Eine Plattform, auf der mehrere Stellen gemeinsam publizieren — und die Barrierefreiheit belegen kann. Michael berät Sie gerne.
