Erfolgsgeschichte

Naturgefahrenportal des Bundes

Vier Fachstellen des Bundes, eine gemeinsame Warnkarte
MeteoSchweiz, BAFU, SLF und SED warnen die Schweiz vor Unwetter, Hochwasser, Lawinen und Erdbeben. Auf naturgefahren.ch tun sie das seit Jahren gemeinsam. Quatico betreut die Plattform seit 2013 und hat sie 2024/25 neu gebaut, Go-Live am 19. November 2025.
Naturgefahrenportal des Bundes
Herausforderung

Die Ausgangslage

Das Problem

Das Portal stammte aus dem Jahr 2013. Die interaktive Warnkarte lag auf älterer Technologie und älterem UX: Warnmeldungen als Hover-Tooltip statt in einer Infobox. Editoren mussten Naturgefahrenbulletins mit CMS-Bordmitteln aufwändig zusammenstellen. Und naturgefahren.ch lief als eigenes System neben meteoschweiz.admin.ch.

Die Lösung

Quatico hat beides neu gebaut, auf der gemeinsamen Plattform mit MeteoSchweiz. Die Warnkarte ist neu konzipiert und beantwortet drei Fragen: Bin ich betroffen? Was ist die Gefahr? Was muss ich tun? Und für das Naturgefahrenbulletin gibt es das NGB-Tool, ganz aus der Fachdomäne der Editoren heraus gebaut.

Umsetzung

Die Implementierung

Zwei Bundesportale teilen sich seit dem Go-Live eine Plattform, Komponenten und den Betrieb:

Bin ich betroffen?

Suche nach Ortschaft oder PLZ, oder ein Pin auf die Karte, und die Karte zoomt automatisch auf den passenden Ausschnitt. «Meine Orte» merkt sich wiederkehrende Standorte.

Was ist die Gefahr, was muss ich tun?

Die Warnmeldung steht in einer Infobox statt im Hover-Tooltip, mit Gefahrenstufe und einem Zeitstrahl für die Gültigkeitsdauer. Erläuterung der Gefahrenstufen und Verhaltensempfehlung sind je Gefahrenart verlinkt.

Zwölf Gefahrenarten, aufgeräumte Karte

Von Unwetter und Hochwasser über Lawinen und Waldbrand bis Erdbeben und Trockenheit. Farblegende und Infobox lassen sich einklappen, damit die Karte frei bleibt. In allen Viewports wesentlich besser bedienbar als vorher.

NGB-Tool für das Naturgefahrenbulletin

In Behavior Driven Development komplett in der Fachdomäne umgesetzt, damit Editoren unter Zeitdruck einfach, sicher und reibungslos publizieren können. Freigabe je Sprache, Vorlagen für den Aufbau, Import der BAFU-Stationsdaten, Ausgabe als Web, PDF und Word sowie an die Umsysteme der Bundesämter.

Ein CMS, zwei Mandanten

naturgefahren.ch und meteoschweiz.admin.ch laufen als zwei Mandanten im selben CMS, mit einer Anbindung an das IAM des Bundes. Warnungen und Bulletins erscheinen auch auf meteoschweiz.admin.ch.

Design System nach den Webrichtlinien des Bundes

In der Basis geteilt, in der Fachlichkeit getrennt: Header, Footer und Suche sehen auf beiden Portalen gleich aus, die Startseiten unterscheiden sich.

Resultate

Messbare Erfolge

Seit dem Go-Live am 19. November 2025 im Einsatz — auch in der Hitzewelle 2026:

WCAG 2.1 AA
Zertifiziert für das ganze Portal
12 Gefahrenarten
Auf einer Warnkarte
5 Sprachen
Inklusive Rätoromanisch

Warnungen in der Regel unter zwei Minuten online

Eingelieferte Warnungen sind in der Regel in unter zwei Minuten auf dem Portal sichtbar. Seit dem Go-Live lief es ohne Unterbruch, auch in der Hitzewelle 2026.

Barrierefreiheit belegt statt behauptet

Das ganze Portal ist nach WCAG 2.1 AA zertifiziert — nach unserem Wissen die erste vollständig zertifizierte Website des Bundes. Mit Screenreader, Tastatur und Vergrösserung bedienbar.

Vier Fachstellen auf einem Portal

MeteoSchweiz für Unwetter, BAFU für Hochwasser-, Waldbrand- und Trockenheitswarnungen, SLF für Lawinen- und SED für Erdbebenmeldungen: alle publizieren über dieselbe Plattform, ohne ihre fachliche Hoheit abzugeben.

Am selben Bulletin, ohne Kollisionen

Die eine Fachstelle schreibt am Abschnitt Hochwasser, die andere an der französischen Fassung eines Naturgefahrenbulletins. Eine Sperre verhindert die gleichzeitige Bearbeitung desselben Abschnitts, und jede Fachstelle sieht die Änderungen der anderen. Im Folgebulletin ist markiert, was sich gegenüber dem Vorbulletin unterscheidet.

Technologie

Moderne Technologien

Gemeinsame Plattform mit MeteoSchweiz Dieselbe Plattform trägt meteoschweiz.admin.ch mit jährlich über 60 Millionen Besuchen. Was für das eine Portal gebaut wird, steht dem anderen zur Verfügung.
Karten-Framework auf MapLibre-Basis Speziell entwickeltes Framework für Geo-Informationen, die Grundlage der Warnkarte über alle zwölf Gefahrenarten, samt automatischem Zoom auf den gewählten Ort.
Web Components nach Bundes-Richtlinien Nach den Richtlinien des Bundes entwickelt, für konsistente Bedienung und maximale Barrierefreiheit über beide Portale hinweg.
NGB-Tool mit Sperren je Abschnitt Mehrere Fachstellen arbeiten parallel am selben Bulletin, ohne sich zu überschreiben. Das macht die Bearbeitung effizienter und sicherer als vorher.
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MichaelEine Plattform, auf der mehrere Stellen gemeinsam publizieren — und die Barrierefreiheit belegen kann. Michael berät Sie gerne.

michael@quatico.com+41 43 543 90 50